Wie treibe ich einen Händler in den Wahnsinn oder storniere niemals einen Auftrag bei Congstar

© JiSIGN - Fotolia.com
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Das sind die Gründe, warum wir Discount-Produkte ablehnen:

Als Telekom-Partner vermarkten wir (leider) seit kurzer Zeit auch Congstar-Produkte (ist ja ein Telekom Unternehmen). Da kann es schon mal zu Mißverständnissen kommen.

So passierts:

Ein Kundin möchte gerne ihre Rufnummer von Vodafone zu Congstar mitnehmen und in den Tarif "Congstar Prepaid Smart M" wechseln. Dazu nehme man eine Prepaid-SIM-Karte inkl. 10 € Startguthaben für 9,99 € Verkaufspreis und aktiviere diese über das Congstar- Buchungssystem. Ablehnung des abgebenden Netzbetreibers, also Vodafone. Bei der Kd. war jedoch die Portierungsgebühr (29,95€) bereits vom Guthaben abgezogen. Damit ist die Congstar-Karte also mit einer anderen Rufnummer aktiviert, aber nicht mit der von der Kundin. Der zweite Akt folgt zugleich.

Zweiter Akt:

Es folgen zahlreiche Telefonate mit der Congstar-Händlerhotline, die uns im 3. Gespräch mitteilt, dass dieser Auftrag zunächst storniert werden müsste, bevor eine erneute Portierungsanfrage gestellt werden kann. Wie läuft so eine Stornierung, fragen wir. Man nehme ein Blatt Briefbogen und führe alle Daten des Händlers, als auch alle Daten der Kundin (inkl. Schuhgröße, Körpergröße, Gewicht, Haarfarbe etc.), die SIM-Kartennummer, die Auftragsnummer und die Unterschriften der Kundin, als auch die des Händlers auf und faxe diese an eine für uns kostenpflichtige 01805-Faxnummer.

Dritter Akt:

Es passiert nichts. Also Anruf bei der Händlerhotline und Nachfrage, was mit dem Storno ist. Antwort: Sie benötigen dafür ein besonderes 2-seitiges Storno-Formular. Wie bitte?

Vierter Akt:

E-Mail Eingang des Storno-Formulars. Erneutes Eintragen aller Händler- und Kundendaten. Wichtiger Hinweis: Es gibt keine! Felder für die Abfrage der Kd-Nummer und der Vertragsnummer. Warum das noch wichtig ist, kommt gleich.

Erneutes Faxen der Formulare an die kostenpflichtige Faxnummer.

Fünfter Akt:

E-Mail Eingang und Bestätigung des Stornoeingangs. Zitat:" Vielen Dank für Ihre Nachricht vom 8.11. Damit die Stornierung erfolgen kann bitten wir Sie, uns die Stornierung nochmals zukommen zu lassen. Die Kunden- oder Vertragsnummer muss auf der Stornierung vorhanden sein. Wir bitten um Ihr Verständnis." Zitatende.

Sechster Akt:

Nein, wir haben KEIN Verständnis für solch eine stümperhafte Abwicklung!

Antwort durch uns, dass uns aus datenschutzrechtlichen Gründen weder die Vertrags- noch die Kundennummer zur Verfügung steht. Außerdem bemängeln wir den Abwicklungsprozess eines Stornos.

Wir fordern eine schriftliche Bestätigung des Stornos innerhalb von 24 Stunden - bislang erfolglos (16.11.)

Siebter Akt:

Anruf bei der Congstar-Händlerhotline, ob wir nunmehr eine erneute Portierung starten können. Nebenbei erfahren wir, dass wir dafür eine gesonderte SIM-Karte verwenden müssten. Die von uns vorher verwendete Prepaid-SIMkarte würde nicht funktionieren.

Achter Akt:

Neue SIMkarte bestellt und Auftrag eingestellt. Stand heute: Auftrag ist in Prüfung.

 

Fassen wir zusammen: Insgesamt haben von unserer Seite 3 Mitarbeiter mit dem Fall insgesamt ca. 2 Stunden Zeitaufwand gehabt. Die Kundin musste für die Unterschriften bereits 3 mal zu uns kommen. Wir haben eine SIM-Karte von 10.-, die vernichtet werden musste. Unsere Faxe mussten an eine 01805-Nummer gesendet werden. Da es sich um ein Prepaid-Produkt handelt, erhalten wir dafür keine Prämierung. 

 

Normalerweise werden solche Produkte in 5 Min. gebucht und alles geht seinen gewohnten Gang. Dann ist es auch zu verschmerzen, dass wir an dem Verkauf der SIM-Karte für 9,99 € nur 4,75 € verdienen.

 

Also, liebe Kunden. Congstar gibts bei uns nur noch gegen Bezahlung von Schmerzensgeld. Alternativ steht Euch der Onlineweg offen.

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Kommentare: 3
  • #1

    Kundin (Donnerstag, 21 November 2013 15:06)

    Ja, was soll man dazu sagen....
    Es hat ja zum Glück jetzt alles geklappt.

  • #2

    Leserin (Freitag, 22 November 2013 10:20)

    Aber wer soll jetzt hier ins Lächerliche gezogen werden??
    Die Kundin, Vodafone oder Congstar???!!!

  • #3

    Alexander Bänfer (Freitag, 22 November 2013 12:01)

    Liebe Leserin,
    niemand soll ins Lächerliche gezogen werden. Dieser Blogpost richtet sich ganz offensiv an Congstar und deren Prozessabläufe. Die Kundin erwartete zurecht von uns eine professionelle Abwicklung und Vodafone hat mit diesem Geschäftsfall nur am Rande zu tun.